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Übergabe von weiteren Sandsteinpfeilern

Die beiden jährlichen Feste sind ausgefallen, dennoch gibt es beim Förderverein Gradierbau auch in Corona-Zeiten einiges zu feiern. Allen voran die Sanierung von sieben weiteren Sandsteinpfeilern in  diesem Jahr an der Saline – die nächsten werden am kommenden Sonntag übergeben.

Dem Virus zum Opfer gefallen ist bekanntlich bereits die Salinen-Serenade im Juni, und auch das Salinenfest, das bisher unter dem Namen „Walk and listen“ stand, musste der Pandemie wegen frühzeitig abgesagt werden. Es wäre turnusgemäß just am kommenden Wochenende über die Bühne gegangen. Beide Festivitäten haben noch im vergangenen Jahr die meisten Gelder in die Eigenmittelkasse des Vereins eingespeist, heuer ist der Erlös gleich null.

Welch ein Glück im Unglück, dass der Totalausfall mit der unverhofften Spende der Mannheimer Baumarktkette „BAUHAUS“ am vergangenen Freitag mehr als wettgemacht wurde. Mit dem grandiosen Betrag von 25.000 Euro – für den wir uns auch an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bedanken – konnten weitere drei Salinenpfeiler erneuert werden. Die nächsten vier sind allesamt von privaten Spendern finanziert worden und werden jetzt am Sonntag um 11.30 Uhr „eingeweiht“. Als Trostpflaster fürs ausgefallene Salinenfest ist ein kleiner Umtrunk gedacht, zu dem der Vorstand neben der interessierten Bevölkerung insbesondere unsere Mitglieder gern willkommen heißen möchte. Viele der mehr als 300 „Saliner“ sind sonst zu dieser Zeit als Helferschar während des zweitägigen Festes im Einsatz.

BAUHAUS spendet für den Gradierbau

25.000 Euro zur Finanzierung der Sandsteinpfeiler der Saline in Bad Dürkheim

BAUHAUS unterstützt die Erneuerung der Sandsteinpfleiler des Gradierbaus in Bad Dürkheim mit einer Spende von 25.000 Euro. Am 18. September 2020 übergab Maik Riede, einer der Prokuristen von BAUHAUS zusammen mit Matthias Heß, Leiter des neuen BAUHAUS Fachcentrums in Haßloch, den Spendenscheck an Petra Dick-Walther als Vorsitzende des Fördervereins Gradierbau e.V.

Der Gradierbau in Bad Dürkheim ist über die Grenzen von Rheinland-Pfalz hinaus bekannt. Die Saline zählt mit ihren 333 Metern zur längsten ihrer Art in Deutschland und macht die Stadt zur anerkannten und viel besuchten Kurstadt im Südwesten Deutschlands. Die salzhaltige Luft der Anlage trägt zur Entspannung der Besucher bei und hat eine heilsame Wirkung. Damit das auch so bleibt und die Saline langfristig in Betrieb bleiben kann, unterstützt BAUHAUS die Erneuerung der Steinfundamente. Besonders in Zeiten von Corona haben Gesundheit und Engagement Priorität. Diesen Gedanken lebt der Spezialist für Werkstatt, Haus und Garten.

Lokales Engagement – vor allem für eine so bedeutende Kur-, Erholungs- und Begenungsstätte wie dem Dürkheimer Gradierbau – hat bei BAUHAUS eine große Bedeutung. Aus diesem Grund stand schnell fest, dass man sich als Experte rund um die Themen Bauen und Sanierung an der Erneuerung der Salinen-Pfeiler aktiv beteiligt, erklärt Maik Riede von BAUHAUS.

Erneuerungen am Gradierbau

Die Spende finanziert die Sanierung der Pfeiler Nr. 70 (rechts vom Salineneingang), Nr. 19 (links vom Durchgang am Mercure-Hotel) und eines weiteren Pfeilers. Die Salinen-Pfeiler wurden mittlerweile saniert und mit dem Firmen-Logo graviert.

Mit der Spende für die Bad Dürkheimer Saline leistet BAUHAUS auf regionaler Ebene aktiv Hilfestellungen und fördert die Maßnahme der Sanierung, die den Bürgern und Besuchern der Kurstadt zu Gute kommt. Damit sollen zugleich weitere Unternehmen und Bürger motiviert werden, die Sanierung der Salinenpfeiler mit einer Spende zu unterstützen.

„Salinern“ wird Jubiläumsjahr versalzen

Ein ausgefallenes Event von 2019 fällt heuer aus: Der Förderverein Gradierbau sagt die Salinen-Serenade, die bei ihrer Premiere vorigen Juni ihr Publikum begeisterte, im Jahr des Virus ab. Zugleich fiel der Entschluss, auch mit dem Salinenfest im September zu pausieren. Und was wird mit dem Benefizlauf?

Salinen Serenade 2019

Es war buchstäblich mit Abstand die klarste Entscheidung im Vorstand bei dessen erstem Zusammentreffen seit Monaten: Die „Salinade“ mit Wein, Häppchen und Live-Musik auf der Nordtribüne des Gradierbaus kann 2020 nicht stattfinden. Allein die aktuell gültige Landesverordnung, die Veranstaltungen mit  größerem Publikum bis Ende August generell untersagt, steht einer Neuauflage im Juni im Wege. Unabhängig davon, ob die Lockerungspolitik bis dahin womöglich wieder Besucherzahlen von 200 oder mehr zulässt, gehen die Organisatoren davon aus, dass die Behörden wie auch die Menschen von sich aus zumindest an der Abstandsregel über den Sommer hinaus festhalten. Dafür aber ist es auf dem Gradierbau einfach zu eng, und das heiter-entspannte Flair wie bei der Vorjahrespremiere käme eh auf. Von daher erübrigte sich letztendlich die Frage nach einem Alternativtermin im Spätjahr.

Walk and Listen – Das Salinenfest 2019

Zumal man wegen ähnlicher Bedenken auch das Salinenfest absagte, das als „Walk & listen“ in der Regel am Wochenende nach dem Wurstmarkt gefeiert wird. Diesmal sollte es speziell im Zeichen des Wiederaufbaus der Saline vor zehn Jahren stehen. Die Mischung aus Musikfestival und Weinfest lockt über zwei Tage meist mehrere tausend Besucher an den Südturm, der logistische Aufwand für den ehrenamtlichen Vorstand und seine freiwillligen Mitglieder ist hoch. Zu hoch angesichts zusätzlicher Auflagen für Gäste und Helfer und des Risikos ausbleibender Besucher aufgrund von Umständen, wie sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht berechenbar sind.

Damit brechen die beiden Haupteinnahmequellen des Fördervereins Gradierbau 2020 komplett weg. Und „dass wir unsere Veranstaltungen ausgerechnet im Jubiläumsjahr der neuen Saline absagen müssen, macht uns natürlich traurig“, sagt Vorsitzende Petra Dick-Walther. Ganz verloren ist das Vereinsjahr aber nicht: Insbesondere mit dem aktuellen Mammutprojekt will man ein gutes Stück vorankommen. Obwohl sich die Material- und Arbeitskosten pro Pfeiler mittlerweile auf weit über 8000 Euro erhöht haben, sollen im Herbst gleich sieben weitere Sandsteinstützen, die am stärksten verwittert sind, ausgetauscht werden.

Die Spenden dafür stammen größtenteils aus Vorzeiten des Virus, dafür steht ein dickes Fragezeichen hinter den Folgejahren. Die „Saliner“ hoffen, dass sich auch weiterhin Spender und Sponsoren finden, die sie in ihrer Herkulesaufgabe unterstützen. Der „Einstiegspreis“ für einen Sandsteinpfeiler mit Namenszug liegt bei 1500 Euro. Bis zu sechs Interessenten können sich mit dieser Summe einen Pfeiler „teilen“ (Infos gibt es hier). Generell freut sich der Verein natürlich über jede Zuwendung und über jedes neue Mitglied zum Jahresbeitrag von gerade zehn Euro.

Apropos Herkules: Selbst die Ärmel hochkrempeln will der Vorstand zum Salinen-Jubiläum  ebenfalls noch. „Wir arbeiten an einem Geburtstagsgeschenk“, kündigt Petra Dick-Walther an. „In Eigenleistung ähnlich wie beim Modell der Mini-Saline am Wasserrad der Isenach soll unter Federführung unserer Bauexperten Hannes Hoffmann und Dieter Petry ein Sandsteinpfeiler eigenhändig  hochgemauert werden.“ Der genaue Termin steht noch nicht fest, dafür aber bereits die Festtermine fürs kommende Jahr: Die „Salinade“ soll es am Freitag, 18. Juni, wieder geben, das Salinenfest steigt am Samstag und Sonntag, 25./26. September 2021.